Archiv der Kategorie 'Hosting'

Fax2Mail

Montag, den 14. August 2006

Hiermit möchte ich stolz das neueste Feature für Keppler-IT-Kunden präsentieren: Keppler-IT Fax2Mail.

Ab dem Einsteiger-Paket kann jeder Kunde über eine eigene Fax2Mail-Nummer bequem Fax-Nachrichten empfangen, welche dann umgehend per E-Mail zugestellt werden. Als besonderes Feature enthält die E-Mail neben dem Fax als PDF-Datei noch sogenannte “Thumbnails” (verkleinerte Darstellungen) der ersten Seiten. So lässt sich schnell erkennen, um was es sich bei dem Fax ungefähr handeln könnte, ohne erst die PDF-Datei zu öffnen. Im E-Mail-Programm sieht das dann z.B. so aus:

Fax2Mail-Screenshot

Die Faxnummer hat die Form 01805-329 111-xxx, wobei die letzten drei Ziffern die “Kunden-Durchwahl” darstellen; diese sind im Prinzip frei wählbar (wer zuerst kommt, mahlt zuerst).

Der neue Dienst steht ab sofort zur Verfügung; Bestandskunden werden demnächst per Newsletter darüber informiert wie sie diesen nutzen können. In Kürze finden sich alle weiteren Infos dann auch auf unserer Website.

Nachtrag: Der Fax2Mail-Service ist für Kunden ab dem Einsteiger-Paket ohne zusätzliche Gebühren nutzbar. Lediglich der Absender des Faxes zahlt 12 Cent pro Minute - weitere Kosten fallen nicht an.

Rechnungs-Psychologie

Freitag, den 11. August 2006

WIE DICK muss man den Hinweis “Der Betrag wird von Ihrem Konto abgebucht” denn noch auf die Rechnung schreiben, damit nicht immer wieder Lastschrift-Kunden zusätzlich per Überweisung bezahlen?

Ich finde es ja grundsätzlich toll wenn Geld eintrifft - aber in diesen Fällen gibt’s leider mehr Buchungsaufwand als das die Zinsen sich lohnen würden ;-) (Schließlich überweisen wir das Geld dann umgehend wieder zurück, aber jede Kontotransaktion will schließlich auch in der FiBu berücksichtigt werden…)
Wir drucken den Hinweis mit der Abbuchung ja ohnehin schon zweimal auf der Rechnung ab (einmal sogar direkt unter dem Gesamtbetrag), aber scheinbar müssen wir zukünftig neonfarbene Aufkleber “NICHT ZAHLEN! WIR HOLEN UNS DAS GELD SELBER” anbringen. :-D

Die Nummer ist da, Teil 2

Freitag, den 11. August 2006

Nicht nur die Nummer ist da, die Programmierung ist auch abgeschlossen.

Nun wird der neue Dienst noch mit ein paar “Freiwilligen”* getestet, und am Montag wird das Geheimnis in einer Pressemitteilung gelüftet. :-D

(*) Die “Freiwilligen” lechtzen schon seit zwei Wochen danach… ;-)

T-Offline

Mittwoch, den 9. August 2006

Eben erreichte uns der Anruf des Admins eines Kunden: seine Domain ist nicht erreichbar. Da wir noch keine KK-Zustimmung vom alten Provider erhalten haben, liegt das Problem aber zum Glück schonmal nicht bei uns. :-)

Ich habe mir das trotzdem mal näher angeschaut. Die DeNIC liefert folgende Nameservereinträge:

###.de. 86400 IN NS dns.sczn.de.
###.de. 86400 IN NS secondary.sczn.de.
###.de. 86400 IN NS secondary.netuse.de.

Der erste Nameserver antwortet schonmal gar nicht:

dig @dns.sczn.de ###.de

; <<>> DiG 9.2.2 <<>> @dns.sczn.de ###.de
;; global options: printcmd
;; connection timed out; no servers could be reached

Der zweite und dritte Nameserver gibt zumindest schonmal Folgendes zurück:

###.de. 86400 IN SOA dns1.t-intra-300-web.de. b7.t-intra-300-web.de. 2000122204 86400 7200 1209600 86400

Dieser Server (dns1.t-intra…) liefert aber die gleiche Antwort für die angefragte Domain…

Weil heute so ein schöner Tag ist habe ich dann gleich mal im DeNIC-Whois den Zone-C für den zuständigen DNS (sczn.de) herausgesucht und die dort angegebene 0800-Nummer angerufen. Als hätte ich es nicht schon geahnt, kam ich natürlich im Standard-Callcenter der Telekom heraus… das genaue Gesprächsprotokoll erspare ich mal lieber - Fazit ist, dass die gute Dame am anderen Ende mit “DNS-Servern” überhaupt nichts anfangen konnte, und mir ohne meine Kundennummer eh nicht weiterhelfen könne (”[…] die steht oben rechts auf Ihrer Telefonrechnung […]”). Der Kunde soll also selber dort anrufen, nur so kann sie es hocheskalieren.

Traurig, aber offline. :-|

Ich liebe Backups. Die Kunden auch.

Donnerstag, den 27. Juli 2006

Eben kam wieder eine Mail eines Kunden, eine Tabelle aus seiner Datenbank mit dem Stand vom 24.07. wiederherzustellen; am besten in eine neue Tabelle.

Dank unseres automatisierten Voll-Backups ist das natürlich kein Problem :-)
Per SSH auf den Backupserver, gewünschte Tabelle herausgesucht, auf den entsprechenden Datenbankserver kopiert, dort (wie gewünscht) unter einem neuen Tabellennamen importiert, und schon wieder einen Kunden (hoffentlich) glücklich gemacht.

So lange so etwas nicht zu häufig bei einzelnen Kunden passiert, ist die Wiederherstellung aus Backup-Daten übrigens kostenlos. Das ist Service. :-)

Sommer im Rechenzentrum

Freitag, den 21. Juli 2006

Wie wirkt sich die aktuelle Hitze eigentlich auf die Server im Rechenzentrum aus?

Um diese Frage zu beantworten reicht ein kleiner Blick auf die Werte der Temperatursensoren. In jedem Rack haben wir einen Sensor im hinteren Teil des Schrankes hängen; wir messen damit also die Abluft des Racks. Die Temperatur des Raumes zu messen brächte in unserem Fall überhaupt nichts; zum einen messen die Klimaanlagen des Betreibers die Raumtemperatur (um die Leistung zu regulieren), zum anderen wollen wir feststellen ob in einem bestimmten Rack Hitzeprobleme auftauchen (und nicht davor…).

Die Sensoren basieren auf den genial einfachen DS18(S)20 von Dallas (bei Reichelt für knapp über 5 Euro zu haben). Die Steuerung erfolgt über das 1-Wire-Protocol, der Anschluss mit nur zwei Adern ist daher ziemlich einfach. Für die Ansteuerung über den seriellen Port benötigt man auch nur eine Hand voll Widerstände und Kondensatoren; wir haben diese sehr kompakt auf zurechtgesägte Lochplatinen gelötet und diese direkt im Gehäuse des RS232-Steckers untergebracht (ja, das erfordert ein wenig Geduld :-) , andere Leute versenken die Schaltung einfach in einer Fisherman’s Friends Dose oder löten die direkt auf den RS232-Stecker (habe ich anfangs auch versucht, musste aber aufgeben…). Der Sensor ist bereits vorkalibriert, und mit einfachster Software wie z.B. DigiTemp unter Linux auslesbar.

Das Ganze haben wir schon seit einigen Jahren im Einsatz; inzwischen gibt’s auch fertige Lösungen relativ günstig zu kaufen, wie beispielsweise das ALL3000 oder ALL4000 von ALLNET.

Die Sensorwerte stellen wir über ein kleines Script per SNMP zur Verfügung und lassen diese von MRTG und Nagios auslesen. Nagios alarmiert uns per Mail & SMS wenn ein bestimmter Grenzwert überschritten wird (hier: 40°), während MRTG aus den Werten hübsche Graphen zeichnet. Wer die Werte von Rack #1 beispielsweise mehr oder weniger live sehen will, kann das auf unserer Technik-Seite.

Der tägliche Graph von MRTG zeigt einen leichten Anstieg der Temperaturen:

Temperatur Tagesdurchschnitt
Im Jahresdurchscnitt sieht die Lage aber anders aus:

Temperatur Jahresdurchschnitt
Zur Interpretation: das die Temperatur tagsüber um ca. 1-2 Grad zulegt hängt mit zwei Faktoren zusammen. Zum einen muss die Klimaanlage bei den heißen Tagestemperaturen natürlich deutlich mehr leisten als nachts. Zum anderen finden tagsüber auch mehr Zugriffe auf die Server statt, was deren Betriebstemperatur ein klein wenig steigen lässt (das ist im Einzelnen zwar marginal, bei einem Rack macht sich das aber durchaus bemerkbar).
Dass wir es im Jahresmittel immer noch vergleichsweise kühl haben hat einfach nur damit zu tun, dass seit Ende November 2005 zusätzliche Racklüfter die Wärme aus den Schränken pumpen. :-) Man sieht also, dass die Klimaanlage sowohl im kalten Winter als auch im heißesten Sommer eine geradezu konstante Temperatur schafft (soll sie ja auch…). Nur dürfte der Stromverbrauch der Klimaanlage im Winter brutal niedriger sein, da dort schließlich nur die Kaltluft von Außen umgepumpt wird.

Rekursion ist sch**e

Mittwoch, den 19. Juli 2006

Vorhin ist ein Kundenscript durchgedreht und hat einen der Webserver ziemlich nach unten gezogen. Das Ganze ist gestern Nacht schonmal aufgetreten, und der Grund ist relativ einfach: während des Programmablaufes macht das Script einen HTTP-Abruf von… na?… genau - von sich selbst. Wenn ein Programm sich aufruft, das sich aufruft, das sich aufruft, das sich aufruft, usw., dann nennt man das gerne mal “rekursive Sch**e” ;-)

Jedenfalls habe ich unser seCGI nun noch etwas modifiziert, damit die Anzahl der gleichzeitigen Kundenscripts besser und zuverlässiger limitiert werden kann. So bricht die Rekursion in diesem Fall nach einer bestimmten Anzahl an Aufrufen ab und liefert einen hübschen “500 - Internal Server Error” statt SMS-Meldungen von Nagios und Schweißperlen auf unseren Gesichtern. ;-)

Viel zu heiß hier…

Mittwoch, den 12. Juli 2006

… deshalb habe ich vorhin bei unserem Lieblings-Dealer Festplatten bestellt, um im Rechenzentrum den Backup-Space zu erweitern. Dann gibt’s sogar was Sinnvolles zu tun, außer nur die Kälte zu genießen. ;-)