Archiv der Kategorie 'Hosting'

Domain “durchgerutscht”

Freitag, den 7. Juli 2006

Durch einen Erfassungsfehler vor zwei Jahren kam es dazu, dass ein Kunde noch nie eine Rechnung von uns erhalten hat. Nun wäre es aber nicht wirklich schön, ihm rückwirkend 24 Monatsgebühren zu berechnen (zumal der Fehler ja bei uns lag). Also haben wir ihm heute eine Rechnung ab dem 01.07.2006 geschickt und ihm vorab per Mail geschrieben, dass wir die anderen Monate einfach “unter den Tisch fallen lassen”.

Der Kunde scheint damit glücklich zu sein :-)

vielen Dank für Ihre Kulanz, ich muss ganz ehlich gestehen, daß mir die Domain auch “durchgerutscht” ist, mir wäre das bis jetzt noch nicht aufgefallen, ich bedanke mich aber herzlich für Ihre Lösung.

Erst NACK, dann ACK

Dienstag, den 4. Juli 2006

Bei der Ablehnung von KK-Anträgen versuchen wir immer erst den alten (ablehnenden) Provider zu kontaktieren, um festzustellen ob es dort irgendwelche speziellen Gründe für das NACK (Not-Acknowledgement) gibt.

So erlebe ich es in letzter Zeit immer öfter, dass wir bei .DE-Domains wenige Stunden vor der automatischen Zustimmung (=AUTO-ACK, falls der alte Provider gar nicht reagieren sollte) ein NACK bekommen, wenige Minuten/Stunden nach der Nachfrage dann aber still und heimlich doch noch ein ACK (bzw. LATE-ACK) hinterher kommt… Hoffen die alten Provider darauf, dass es sich der Kunde vielleicht doch noch überlegt, oder wir nach einem NACK einfach aufgeben? :-/

Mail- oder Spamserver?

Donnerstag, den 29. Juni 2006

Eben habe ich mit Stefan telefoniert; einer seiner Kunden hat den Eindruck im Moment wieder recht viel Spam zu erhalten. Nachdem unser SpamAssassin kürzlich wieder etwas getuned wurde, habe ich mir die Zeit genommen mit einem kleinen Perl-Script und Excel ein paar Statistiken über die Spam-Bewertung zu erstellen.

Ausgewertet wurden die Punktzahlen (Spam-Score), welche SpamAssassin jeder von einer nicht authentifizierten Stelle erhaltenen E-Mail vergibt (also allen Mails außer denen, welche unsere Kunden per SMTP-AUTH einliefern). Die Zahl ist recht ernüchternd (wenn auch nicht neu - ich habe nur vorher meine Statistiken noch nie so visualisiert). Zu beachten ist auch, dass noch ein erheblicher Anteil von Mails bereits vor der Spam-Prüfung abgewiesen wird (noch während die SMTP-Verbindung offen ist), z.B. bei geblacklisteten Mailservern, enthaltenen Viren, etc..

Spam-Score-Verteilung

Ich denke also, der Name Spamserver ist deutlich angemessener als Mailserver. ;-)

Die Tests mit Greylisting laufen übrigens schon; aufgrund des beachtlichen Mailtraffics erfordert das aber noch ein bisschen Datenbank-Tuning, um das schön flott für alle Postfächer einsetzen zu können.

Jetzt! Nein, doch nicht! Aber jetzt!

Sonntag, den 18. Juni 2006

Im Auftrag für einen Domainumzug stand unter “Bemerkungen”, dass der Umzug der Domains erst nach Rücksprache mit dem Kunden starten soll. Das sah dann so aus:

  • 15.06.2006 19:48: “Du kannst den KK-Antrag […] sofort anstoßen […]”
  • 15.06.2006 23:46: “Also falls Du noch nichts gemacht hast, warte bitte noch bis Sonntag oder Montag […]”
  • (zwischendurch wurde telefonisch vereinbart, die KKs am Montag zu starten)
  • 18.06.2006 22:42: “[…] habe noch einen Fehler gefunden. Bitte den KK-Antrag nocht nicht anstoßen”
  • 18.06.2006 23:15: “Jetzt steht dem Umzug nichts mehr im Wege. Bitte morgen den KK auf den Weg bringen.”

Ich glaube, wir führen für Domainumzüge doch noch ein Zwei-Phasen-Commit-Protokoll sowie eine 12-stündige Gedenkpause ein. ;-)

groß/Kleinschreibung

Sonntag, den 18. Juni 2006

Ein Kunde (Stefan Freimark) zieht gerade die Website eines Unternehmens zu uns um. Der bisherige Provider (manche nennen ihn “2″ ;-) ) hatte offenbar das Apache-Modul mod_speling aktiviert, welches kleinere Tippfehler (Groß-/Kleinschreibung, Buchstabendreher etc.) in URLs verzeiht und korrigiert, ohne dass jemand was davon mitbekommt.
Das ist zwar ganz praktisch, allerdings führt das nicht wirklich zu einem gewissenhaften Umgang mit der exakten Schreibweise von Dateinamen. So stand Stefan eben vor dem Problem, hunderte Bilder umzubenennen oder hunderte Datenbankeinträge seines Kunden zu korrigieren.

Um ihm diese lästige Arbeit zu ersparen, habe ich eben auf dem betroffenen Server das o.g. Modul installiert. Eigentlich wollte ich ja, dass der Kunde dann in der .htaccess-Datei selber das Modul aktivieren/deaktivieren kann; da hierfür aber etwas zu großzügige Rechte auf dem Webserver nötig wären (”AllowOverride Options”) habe ich das lieber selber in einem kundenindividuellen Abschnitt der httpd.conf eingerichtet.
Das Ganze hat rund 15 Minuten gebraucht - vom ersten Anruf bis zum Abschluss & Test der Modul-Installation. Das ist Support. ;-) Und: diese Funktion kommt gleich auf die Feature-Wunschliste zur nächsten WebConfig-Version.