Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Omnipräsenz

Sonntag, den 3. Dezember 2006

Eine göttliche Eigenschaft. :-)

Ich komme eben aus dem Rechenzentrum zurück; neben kleineren Wartungsarbeiten habe ich (endlich) einen KVM-IP-Extender installiert. Damit kann man über’s Internet und einen beliebigen Java-fähigen Browser auf die Server-Konsolen zugreifen. Auch wenn neuere Server-Boards inzwischen schon auf BIOS-Ebene über die serielle Schnittstelle gesteuert werden können ist es dennoch ein sehr schönes Gefühl, auch z.B. bei einem spontanen Absturz noch schnell schauen zu können, ob der Server eventuell auf der Konsole noch was anzeigt. Oder auch BIOS-Einstellungen bei alten Mainboards wie dem u.g. Testserver anzeigen lassen:

IP-KVM

Als Nächstes werde ich in einer freien Minute mal den Zugriff über UMTS bzw. auch GPRS ausprobieren. Die Kompressionsmöglichkeiten bei der Anzeige scheinen ziemlich vielfältig zu sein…

Einziger Haken: ich hasse es, wenn sich die embedded Webserver solcher Geräte gegenüber jeder beliebigen IP-Adresse mit einer ausführlichen Anmeldemaske melden (”Hallo, ich bin der ### KVM-IP-Extender, Model ###, und habe die Firmware in der Version ##.##.### installiert”). Aus diesem Grunde ist der KVM nur aus dem geschützten VPN heraus zu erreichen. Ätsch. ;-)

Dezimalstellen

Samstag, den 2. Dezember 2006

Sorry daß ich im Moment kaum zum Bloggen komme - mehr dazu im Laufe der nächsten Woche.

Eben bekam ich aber eine SMS von unserem Nagios, dass auf dem Managed Server eines Kunden der Speicherplatz eng wird. Ich habe mir das eben per SSH angeschaut und insgesamt drei mal die Dezimalstellen Anzahl der Ziffern nachzählen müssen:

-rw-rw-r– 1 www-data root 1081255019 Dec 2 18:27 ###.log
-rw-rw-r– 1 www-data root 21674321742 Dec 1 06:25 ###.log.1
-rw-rw-r– 1 www-data root 21621907305 Nov 1 06:25 ###.log.2

Hoppla… :-)

Es handelt sich übrigens um Logs einer Spezialanwendung, welche offenbar noch nicht durch die Logrotation komprimiert werden. Am Montag werden wir das mal besprechen…

Kein Weihnachtsmann.

Samstag, den 25. November 2006

Nein. Nicht bei uns.

Mir hat es ja schon gereicht, als ich Mitte Oktober bereits im Fernsehen die gleiche abgedroschene Kaffeewerbung mit “Kaffeeduft im Glas”, einem Coca-Cola-Weihnachtsmann und Super-Duper-Family-Happiness wie im letzten Jahr gesehen habe. Im Radio höre ich in jeder Werbepause was von “… der offizielle Kaffee vom Weihnachtsmann…” oder sogar “… der Weihnachtsmann würde seine Badmöbel bei ### kaufen…”. Nee, danke.

Zum einen hat hier in Mittelfranken eh das Christkind das Sagen, und nicht irgendein Weihnachtsmann. ;-)
Zum anderen sehe ich diese Überkommerzialisierung durchaus kritisch - nicht nur das es Lebkuchen schon ab Mitte August gibt - die TV- und Radiowerbung trägt ihren Teil dazu bei, dass Weihnachten nur noch ein Fest des Schenkens-und-beschenkt-werdens ist, und man im Grunde sogar froh ist, wenn’s vorbei ist. Ich lehne das ab - deshalb wird’s bei Keppler-IT auch keine “Weihnachts-Webspace-Angebote” oder Ähnliches geben. Ein dafür um so ernster gemeinter Wunsch für ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr wird dennoch (wie alle Jahre wieder…) auf der Startseite die Surfer begrüßen. Aber auch erst dann, wenn das Fest in greifbare Nähe rückt, und nicht schon jetzt. ;-)

Selbstbeschnüffelung

Donnerstag, den 23. November 2006

Vorhin musste ich per FTP eine Datei auf einem Server aktualisieren. Die Zugangsdaten waren fest in meinem Dreamweaver eingespeichert, aber ich wollte mit Filezilla auf den Server zugreifen. Dumm nur, dass ich das Passwort nicht mehr wusste…

Was macht man in so einem Fall? Ja, genau - man startet einen handelsüblichen Netzwerksniffer auf dem eigenen Rechner, verbindet sich kurz per Dreamweaver mit dem Server, e violà - schon hat man das Passwort. :-)

Mineralwasserspender

Donnerstag, den 23. November 2006

Manchmal frage ich mich, ob es neben der Tonermafia auch eine Mineralwasserspendermafia gibt. Deren Cold Calls grenzen auch bald schon an organisierte Kriminalität… ;-)
Sind das eigentlich immer wieder verschiedene Anbieter die hier anrufen, also ist der Markt wirklich so interessant? Ich sollte mal anfangen, Notizen zu machen…

Nachtrag: wie ich eben zufällig entdeckt habe, scheint unerwünschte Telefonwerbung auch gegenüber Gewerbetreibenden langsam aber sicher verboten zu werden.

Power Nap

Dienstag, den 21. November 2006

Im Moment brummt’s mal wieder an allen Stellen. Es gibt einfach unglaublich viel zu tun, und ich bin froh wenn ich nach Weihnachten mal wieder ein paar ruhige Urlaubstage verbringen kann.

Bis dahin werde ich mir wohl das mit dem Power Nap wieder näher anschauen. Zu meiner Uni-Zeit habe ich das eigentlich ganz gut geschafft (der Tiefpunkt nach dem Mittagessen hätte ohne einen kurzen Schlaf über dem Notebook sonst den ganzen Nachmittag über angehalten). OK, inzwischen lasse ich das Mittagessen meistens weg, die Müdigkeit kommt aber trotzdem (durch die zunehmend kürzeren Nächte…). :-|

Unendliches AbGEZocke

Mittwoch, den 15. November 2006

Aus aktuellem Anlass möchte ich auf einen Beitrag vom Hostblogger (Manuel Schmitt/manitu) hinweisen: Die unendliche Geschichte mit der GEZ. Offenbar versucht die GEZ doch tatsächlich, von Serverhousing-Kunden Rundfunkgebühren zu verlangen (klar, man stellt sich natürlich gerne mit Kopfhörern in ein dröhnendes Rechenzentrum, um dann mit aufwendig zu installierender Software irgendwie Internet-Radio zu hören…). :wand:

Ich frage mich ohnehin, warum die öffentlich-rechtlichen Sender (egal ob Fernsehen oder Radio) nicht eine technisch kinderleicht zu implementierende Zugangskontrolle (z.B. GEZ-Teilnehmernummer+PLZ) nutzen. Schließlich schafft es jede Pornowebsite, den Zugang nur ihrem zahlenden Publikum zu gewähren. ;-)

Klingt also schon fast nach Machtmißbrauch auf Basis des Rundfunkgebührenstaatsvertrags.

Informatiker-Bibel

Mittwoch, den 15. November 2006

Gestern brachte Amazon ein schwere Buchpaket mit nicht weniger schwerem Inhalt:
The Art Of Computer Programming

Donald E. Knuth - The Art Of Computer Programming. Bisher hatte ich in nur in der Uni-Bibliothek durch diese Bände blättern können (nicht ausleihbar), aber nun hab’ ich mir die mal selber gegönnt. Durch den aufwendigen Leinen-Hardcover-Einband mit Goldprägung am Buchrücken usw. hat Addison-Wesley diese Reihe wahrscheinlich absichtlich zu einem Luxusartikel gemacht. Ich finde es sehr schade, dass es keine günstigen Paperback-Varianten gibt, welche ich letztendlich auch beim Lesen “bequemer” finde.

Aber zum Inhalt: dieses Buch ist ein absolutes MUSS für jeden ernsthaften Softwareentwickler. Es geht darin weder um .NET oder EJBs, sondern um die absoluten Grundlagen der Programmierung. Die ersten drei Bände decken dabei die Bereiche der internen Datenstrukturen (Arrays, verknüfpte Listen, Bäume), Numerik & Arithmetik (Zufallszahlen, Gleitkommaarithmetik) sowie Suchalgorithmen ab. Etliche Bände stehen noch aus; vom vierten Band sind einige Kapitel bereits “vorab” als einzelne Bücher veröffentlich, Band Fünf erwarte ich persönlich am sehnlichsten (Lexikographische Analysen & Parser). Sprachtheorie (Band sechs) und Compiler (Band sieben) werden unter Umständen nie erscheinen - oder zumindest nicht von Knuth verfasst werden können.
Besonders faszinierend ist jedoch die Geschichte hinter dieser Buchreihe. Knuth hat es sich zum Lebensziel gesetzt, ein Buch über alle Grundlagen der Informatik zu verfassen. Begonnen hat er damit vor fast 40 Jahren, und in der Zeit hat sich auch wieder viel geändert, so dass Band 1+2 beispielsweise nun in der dritten Version vorliegen. Knuth ist nunmal “leider” ein Perfektionist, und das führt eben zu dieser extrem langen Publikationsdauer.

Eine Nebenwirkung des Perfektionismus ist übrigens folgende: Knuth belohnt jeden Erstentdecker eines beliebigen Fehlers (also auch Tippfehler!) mit einem Scheck über $2,56 (im Buch befinden sich Hinweise, wie man Fehler melden kann). Lustig ist nur, dass kaum jemand diese Schecks einlöst, sondern die meisten Leute diese eingerahmt über den Schreibtisch hängen. ;-)

Auf Wikipedia gibt es einen sehr interessanten und recht ausführlichen Artikel über The Art of Computer Programming.