Donnerstag, 8. Mai 2008, 17:57
Dann fang’ ich einfach mal an: die letzten Tage waren einfach deshalb etwas stressig, weil wir ein neues Büro bezogen haben.
Seit dem 02.05.2008 sind wir nun im Innovations- und Gründerzentrum (IGZ) in Erlangen-Tennenlohe beheimatet. Diese neue Location gibt uns viele Vorteile - vor allem ein intensiveres Networking mit “benachbarten” Firmen (im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinne) sowie die Nähe zur Technischen Fakultät der Uni Erlangen. Vor allem aber sind wir derzeit mitten in der Entwicklung eines neuen Produktes, weshalb wir gerne auf die Infrastruktur und Fördermöglichkeiten eines Innovationszentrums zurückgreifen. An dieser Stelle auch schonmal vielen Dank an alle bisherigen und zukünftigen Begleiter des Projektes!

Was sich jedenfalls gelohnt hat und ich auch immer wieder so machen würde: Büromöbel von IKEA.
Ob EFFEKTIV oder GALANT - das Tolle ist, dass man selbst nach fast 10 Jahren noch Möbel dazu kaufen kann, und trotzdem alles optisch zusammen passt. Die Büromöbel sind wirklich sehr robust - für manche war das schon der zweite Umzug, und diese sind nun über neun Jahre alt.
Hier noch ein Blick auf den “Empfang” mit der Lounge für Besucher oder zum Schmökern in Büchern:

Aber auch bezüglich der Infrastruktur hat sich einiges getan. Es gibt nur noch einen zentralen Büroserver (quasi lautlos), auf dem in einzelnen XEN-Instanzen virtuelle Server für Asterisk, Office und Entwicklung laufen. Der Asterisk-Server greift auf durchgereichte ISDN-Hardware zurück, die den Anschluß ans Telefonnetz ermöglich (meiner Meinung nach ist VoIP über die Bürogrenze hinweg derzeit nicht ohne spürbare Qualitätseinbußen möglich). Um den digitalen Empfang und Versand von Faxen kümmert sich Hylafax. Ein Samba-Server stellt alle benötigten Dateien zur Verfügung, die Drucker sind alle direkt ans Netzwerk angeschlossen. Der Entwicklungsserver dient der kompletten Verwaltung von Code, Dokumentation und Tests; über eine NFS-Freigabe können die Sachen dann auch auf XEN-Test-Instanzen unter etlichen anderen Linux-Distributionen sowie unter FreeBSD und OpenSolaris getestet werden.
Der Internetzugang erfolgt nun nicht mehr über eine popelige DSL-Leitung, sondern per Direktanbindung über einen Inhouse-POP (die Latenz zu unseren Servern in Nürnberg beträgt nun unter einer Millisekunde!
).
Nach einer knappen Woche voller organisatorischer Dinge (Umzug, Telefon- und Internetzugang, Bürokratie) und dem von mir besuchten Seminar kehrt nun langsam etwas Ruhe ein. Morgen Nachmittag habe ich noch einen wichtigen Termin (über den ich dann in Teil II berichten werde), und dann ist eh erst einmal Bergkirchweih.
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Mittwoch, 7. Mai 2008, 17:45
Für die Installation eines neuen Arbeitsplatz-PCs mit Windows XP habe ich kürzlich die aktuellen RAID-Treiber für den Onboard-Controller von Intel heruntergeladen (RAID/AHCI-Treiber). Windows XP kann diese während der Installation von Diskette nachladen.
Nun, was bekommt man also auf der Intel-Website? Eine ZIP-Datei, die wiederum eine .EXE-Datei enthält. Dieses proprietäre Programm fordert den Benutzer auf, eine formatierte Diskette einzulegen, auf welche es ein Image schreibt. Das Ergebnis sind dann eine Hand voll SYS/INF-Dateien auf der Diskette.
Mal ehrlich - wer denkt sich denn so einen Schwachsinn aus? Warum kann man nicht gleich die Treiberdateien in die ZIP-Datei packen, und muss den Umweg über die EXE gehen? Schließlich könnte man dann die Daten auch auf einen USB-Stick packen…
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Mittwoch, 7. Mai 2008, 17:33
Ich wollte mich nur mal kurz melden… die letzten zwei Wochen waren ziemlich voll mit äußerst abwechslungsreichen Terminen. Eben bin ich von einem zweitätigen Seminar zurückgekommen (Fortbildung muss sein). Was genau in den letzten Tagen passiert ist, und was noch in den nächsten Tagen passieren wird, werde ich in Kürze in der Serie “Alles Neu macht der Mai” präsentieren.
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Donnerstag, 24. April 2008, 20:19
Heute, im Gespräch mit einem Kunden:
Kunde: […] Und dann stellen wir uns noch ein 3 Terabyte Datenklo hin […]
Den Begriff hatte ich auch noch nicht gehört, finde ihn aber sehr beschreibend.
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Samstag, 19. April 2008, 12:59
Mit etwas Spannung ist nun die Umstellung des Mailservers abgeschlossen worden. Die Downtime für den Umbau der RAID-Controller, Installation des Bootloaders und allgemeinem Systemcheck hielt sich in Grenzen (nur knapp eine Stunde - hat alles reibungslos geklappt).
Nagios hat darauf geachtet, daß alle Dienste korrekt arbeiten, und ein paar Blicke in die Logfiles etwa eine Stunde nach dem Umbau haben nicht die geringsten Probleme gezeigt. So mag ich das.
Bei dieser Gelegenheit wurde übrigens auch das Webmail-System ausgetauscht. Das bisherige IMP wurde durch RoundCube abgelöst - aus mehreren Gründen:
- die bisherige IMP/Horde-Installation lief unter PHP4. Da auf dem neuen Server nur PHP5 laufen soll, hätte IMP auf die neueste Version aktualisiert werden müssen. Wer schonmal das ganze Zeug installiert hat (Horde, IMP + Turba) der weiß, dass das nicht gerade wenig Arbeit ist.
- die Programmoberfläche von IMP ist inzwischen doch ein wenig antiquiert. Wir haben damals einige Arbeit in die Anpassung der Oberfläche gesteckt, und hätten diese Patches nun manuell wieder auf der neuesten IMP-Version einspielen müssen
RoundCube ist kompakt, besteht aus klar strukturiertem Code, hat eine moderne Oberfläche und lässt sich sehr intuitiv nutzen. Der Funktionsumfang ist sicher nicht ganz so groß wie bei IMP, lässt sich aber bequem um eigene Bedürfnisse erweitern.
So haben wir beispielsweise die Kontaktdaten mit einem kleinen Perlscript von IMP nach RoundCube importiert, und vorher RoundCube noch um die zusätzlichen Datenfelder für Telefonnummern, Anschriften und Notizen erweitert (wir hatten mehrere tausend Kontaktdaten im alten Webmail-System; die entsprechenden Kunden wären sicher “not amused” wenn nur noch Name und Mailadresse übrig geblieben wären). Außerdem wurde die Oberfläche ein wenig getuned, um (ähnlich wie bei IMP) ungelesene oder beantwortete Nachrichten in der Übersicht mit einer entsprechenden Hintergrundfarbe zu markieren. Zuletzt musste noch das Abonnement von IMAP-Ordnern deaktiviert (!) werden, weil die Kunden diese Funktion in IMP bisher nicht genutzt hatten und sonst erst manuell alle vorhandenen Order hätten aktivieren müssen (… kam auf Anregung eines Kunden, der bei einem Testlauf völlig schockiert anrief und glaubte, dass alle seine Mails gelöscht seien…).
Viel Arbeit also, die sich aber hoffentlich gelohnt hat.
Das nächste Projekt ist auch schon in Arbeit, steht in den nächsten vier Wochen an, und hat mehr mit Papierkram als mit Servern zu tun. Ich werde berichten…
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Samstag, 19. April 2008, 03:36
Der einzige Lohn, wenn man um diese Zeit von einer nächtlichen Wartungsarbeit aus dem Rechenzentrum nach Hause kommt: absolut frische Backwaren!
Auf meinem Heimweg liegt zufällig die Backhalle einer kleineren Bäckereikette - über und über voller leckerer Sachen, mit so einer Art “Fabrikverkauf”. Leider hatte ich nicht genug Geld dabei, um meiner Frau auch gleich was für’s Frühstück mitzubringen…
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Donnerstag, 17. April 2008, 23:44
Kürzlich hat MySQL die neue Version 5.1.24-rc (Release Candidate) veröffentlich. Trotz der langen Liste mit Änderungen scheint das aber trotzdem ein Schnellschuss gewesen zu sein: in den .tar.gz-Archiven fehlen alle notwendigen Dateien für den Start des MySQL-Clusters (ndbd), und die RPMs mit den Cluster-Binaries stehen nach wie vor erst in 5.1.23-rc bereit…
NACHTRAG: It’s not a bug, it’s a feature - oder so ähnlich…
Mein Bug-Report bei MySQL wurde mit folgendem Kommentar als “Not a bug” klassifiziert und geschlossen.
We will not support MySQL Cluster in MySQL 5.1. There will be a separate MySQL Cluster product based on MySQL 5.1, and much more advanced ndb source than MySQL 5.1 contains by default.
Community binaries for this are just around the corner, too.
Suboptimale Kommunikationspolitik…
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Donnerstag, 17. April 2008, 19:29
Woran merkt man, dass heute Kino-Donnerstag ist?
Genau - am Traffic-Verbrauch.
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