Von Slackware zu Debian…

Freitag, 11. April 2008, 15:31

… im laufenden Betrieb. :shock:

Ein spezieller Server läuft seit Jahren unter Slackware-Linux. Bei jedem Umzug auf neue Hardware wurde bei der Gelegenheit auch eine neue Slackware-Version draufgepackt. Nun läuft der Server aber auf relativ aktueller Hardware mit Slackware 9.0 - nicht gerade das Neueste…

Das Problem ist, daß der Server (aus Platzgründen) kürzlich mit einem weiteren RAID-Controller (3Ware 9550SX) und einigen weiteren Platten ausgerüstet wurde. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, läuft der dort selbst compilierte 3w-9xxx-Treiber aber unter Linux 2.4 nicht soooo stabil unter Last. Bevor nun versucht wird, die Slackware 9 mit einem 2.6er-Kernel zu betreiben, soll quasi im Betrieb auf ein aktuelles Debian Linux umgestellt werden.

Um das zu machen, wurde auf dem neuen RAID-Controller ein Debian-Linux “gebootstrapped”, und per chroot-Befehl im dortigen Startverzeichnis ein Dienst nach dem anderen aufgesetzt, konfiguriert, in der Slackware-Umgebung gestoppt und in der Debian-chroot-Umgebung gestartet. Das Ganze funktioniert besser als erwartet. ;-)

Heute Nacht soll dann testweise ins Debian gebootet werden. Wenn das Ganze auch klappt, wird am Sonntag der alte RAID-Controller ausgebaut und ab dem Zeitpunkt immer ins Debian gestartet.

Eine recht spannende Bastel-Geschichte. :-)

Frontpage-Erweiterungen

Donnerstag, 10. April 2008, 13:31

Nachdem ich die letzten zwei Tage bestimmt fünfzehn Telefonate mit einem Kunden von uns geführt habe, nur um dessen kleine Frontpage-basierte Webseite mit einem Kontaktformular wieder zum Laufen zu bringen, nutze ich doch diese Gelegenheit um Allgemein auf die bereits lange zurückliegende Einstellung von Microsoft Frontpage zu verweisen.

Auf einem Webserver haben wir diesen Schrott die Frontpage-Extensions für Unix noch am Laufen. Ich weiß noch welches Abenteuer die Einrichtung der Frontpage-Extensions damals war (das war 2005 - ein Jahr später wurde es eingestellt…). Schließlich kommuniziert Frontpage mit dem Webserver nur über eine “author.exe”, die zum einen ziemliche Ansprüche an die Apache-Umgebung stellt, und sich zum Anderen nicht unbedingt durch aussagekräftige Fehlermeldungen auszeichnet. Alleine für Frontpage generieren wie spezielle Dummy-httpd.conf-Dateien, weil FP tatsächlich dort drin nach bestimmten Verzeichnisnamen sucht. Außerdem soll die author.exe natürlich auch nicht mit den Rechten des Webservers, sondern des jeweiligen Hosting-Kunden laufen…

Wie auch immer: Frontpage ist tot - es lebe … ja, was denn eigentlich? SharePoint®? Expressionâ„¢ Web Designer?

Ich hoffe nur, daß diese Teile dann ausschließlich unter Windows laufen (dann haben wir einen guten Grund, das auf unseren Linux-basierten Servern nicht anbieten zu müssen…) ;-)

Musiktipp

Donnerstag, 10. April 2008, 12:43

Wem “Teardrops” von Massive Attack gefällt, der sollte sich unbedingt mal Newton Faulkner anschauen - der hat eine geniale Coverversion mit Gitarre und ziemlich abgefahrener “Gitarren-Percussion” gemacht:

http://www.amazon.de/Hand-Built-Robots-Newton-Faulkner/dp/B000QRI5R2/

Warum hab’ ich als Kind nur Blockflöte lernen können? ;-)

Echt fies…

Samstag, 5. April 2008, 16:04

… ist eine korridierte RJ45-Buchse.

Das betroffene Gerät hing nacheinander mit verschiedenen Netzwerkkabeln an zwei verschiedenen Switches, am Switch-Ausgang eines IP-Telefons und sogar an einem 10-MBit-Hub (!) - überall wurde ein Netzwerk-Link angezeigt, aber es kam nix ‘rüber.

Leider kam ich erst nach fast zwei Stunden auf die Idee, mal die RJ45-Buchse des (neuen!!) Gerätes zu reinigen (mit ‘nem Schraubenzieher die Kontakte abgeschrubbt, dann mit Druckluft aus der Dose nachgespült, und am Ende noch Kontaktspray drauf). Und siehe da - es geht!

:grr:

DocBook, FOP und OpenType

Samstag, 5. April 2008, 09:30

Mein manchmal lästiger Perfektionismus trieb mich dazu, die mit DocBook erzeugte PDF-Datei auch noch in unserem Corporate Design zu setzen, zu dem eine bestimmte Schriftart gehört. Dieser teuer bezahlte Font liegt mir aber “nur” im OpenType-Format vor. OpenType ist ja eigentlich ein ziemlich geniales Format, wenn es denn nur ausreichend unterstützt werden würde… :-/

So unterstützt der Renderer FOP, der die per XSL erzeugte .fo-Datei in ein PDF umwandelt, leider keine sogenannten “CFF-Glyphs” in OpenType-Fonts. Ich habe es laaaange versucht (auch mit der 0.95beta und der trunk-Version von FOP), aber irgendwann aufgegeben. Stattdessen habe ich die Schriftart online nochmal als Type1 gekauft… Damit hat’s dann reibungslos funktioniert. Was macht man nicht alles für ein schönes Layout… :mrgreen:

Liebhaber-Preis?

Samstag, 5. April 2008, 00:34

… anders kann ich mir das nicht erklären:

xsl-fo.gif

Bevor ich das noch aus Versehen kaufe, pack ich’s besser für heute…

:gutenacht:

DocBook-XML rulez!

Donnerstag, 3. April 2008, 18:42

Heute habe ich den lieben Tag damit verbracht, endlich mal gescheite XSL-Stylesheets für die Doku unserer neuen Verwaltungssoftware zu basteln. Die komplette Dokumentation (Installation, Verwendung, Schnittstellen, etc.) ist in DocBook-XML “programmiert” (natürlich auf Deutsch und Englisch). Damit können wir auf Knopfdruck die aktuelle Doku jeweils als HTML (einzelne bzw. viele kleine Dateien) sowie als PDF erzeugen, und neuerdings auch eine HTML-Version die direkt in die neuen Webseiten integriert wird.

So macht Dokumentation fast wieder Spaß… ;-)

docbook.gif

(ok, ein paar Texte müssen noch geschrieben werden…)

Beamtendeutsch

Donnerstag, 3. April 2008, 18:29

Im Radio habe ich vorhin einen Bericht über Bürokratie gehört. Unter anderem wurde da der §34 EStG zitiert:

[…] Die für die außerordentlichen Einkünfte anzusetzende Einkommensteuer beträgt das Fünffache des Unterschiedsbetrags zwischen der Einkommensteuer für das um diese Einkünfte verminderte zu versteuernde Einkommen (verbleibendes zu versteuerndes Einkommen) und der Einkommensteuer für das verbleibende zu versteuernde Einkommen zuzüglich eines Fünftels dieser Einkünfte. […]

Wer soll denn sowas noch verstehen??