SMS-Abzocke über 22654

Mittwoch, 2. April 2008, 11:46

Eben kam (schon wieder) eine SMS mit folgenden Text:

MULTIMEDIA BOX:Es wurde ein Multimedia Telegramm mit Text o. Foto fuer dich hinterlegt!Antworten Sie zum Download der Fotomitteilung mit OK!

Als Absender ist die Shortcode-Nummer 22654 angegeben; Kostenhinweise, Impressum etc. fehlen natürlich.

Es gibt mind. zwei Möglichkeiten, sich gegen so einen Spam zu wehren:

  1. den Mitstörer mit stören :)
    Die Shortcode-Nummer ist derzeit (02.04.2008) über die Firma MindMatics AG in München geschaltet. Diese haben mit dem Versand direkt wahrscheinlich nichts zu tun, aber die eintreffenden Antworten werden über diese verarbeitet (und natürlich die generierten Umsätze).
    Ich habe eben dort angerufen (089-3229860)… die Dame wusste offenbar sofort um was es geht, und bot mir an meine Handynummer “aus dem Verteiler löschen zu lassen”. Angeblich sei deren Kunde bereits intern verwarnt und mit einer Vertragsstrafe versehen worden.
    Da ich eine gleiche SMS jedoch am 29.03.2008 schonmal erhalten habe, gehe ich davon aus daß die Umsätze groß genug sind um die Vertragsstrafe in Kauf zu nehmen. Und warum sollten die ihrem Kunden schließlich auch den Hahn abdrehen - sonst würde ja auch der Umsatz einbrechen…
  2. beim Mobilprovider beschweren
    Die Mobilprovider haben ein starkes Interesse daran, daß Shortcode-Nummern nicht zum Spammen mißbraucht werden. Deren Interesse ist sogar noch größer als das der BNetzA, und vor allem haben diese i.d.R. richtig empfindliche Vertragsstrafen gegenüber den jeweiligen Kunden vereinbart. :mrgreen:

[UPDATE]
Eben wurde ich von MindMatics zurückgerufen… die Dame hatte meine Handynummer weitergeleitet bekommen (wohl von der Dame mit der ich vorher gesprochen hatte) und wollte noch wissen, um welchen SMS-Mißbrauch es genau ging. Sie konnte mir dann auch genau sagen, daß die betroffene SMS am 29.03. und am 02.04. rausgegangen ist, und dass sie bereits Schritte gegen deren Endkunden einleiten. Auf die Nachfrage, warum denn überhaupt ein zweiter SMS-Versand stattgefunden hat, meinte sie, daß ich mich ja erst jetzt beschwert hätte. Ich habe dann gefragt, ob ich denn der erste Kunde sei, der sich über diesen Spam beschwert… Nein - das sei ich wohl nicht, aber manche Kunden würden diesen Dienst ja auch aktiv nutzen und würden gar nicht wollen daß man den pauschal abschaltet… :shock:
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Zeitgemäß?

Donnerstag, 27. März 2008, 14:48

Ich habe heute ein Angebot für einen Internetzugang erhalten, bei dem jedes GB satte 8,- Euro netto kostet… :shock:

Es handelt sich dabei übrigens um eine direkte POP-Anbindung, und nicht um UMTS o.ä. - so ganz zeitgemäß scheint mir der Preis nicht zu sein. Mal schauen ob sich da noch was verhandeln lässt…

ordb.org ist aus! (II)

Mittwoch, 26. März 2008, 14:19

Inzwischen verweist auch der Heise Newsticker auf die Thematik: Anti-Spam-Blacklist ORDB listet alles :-)

ordb.org ist aus!

Mittwoch, 26. März 2008, 10:16

Vor weit über einem Jahr wurde die DNS-Blacklist ordb.org deaktiviert. Scheinbar gibt es aber noch immer genügend Mailserver, die ihre DNS-Anfragen an die Domains relays.orgb.org gesendet haben. Um diesem nun ein Ende zu setzen, wurde ein drastischer, aber offenbar der letzte hilfreiche Weg beschritten: seit kurzem beantwortet ORDB alle Anfragen mit einer Positiv-Meldung und passendem Hinweistext.

In der Praxis heißt das: will unser Mailserver einem anderen Mailserver (der fälschlicherweise noch auf ORDB zugreift) eine Mail zustellen, prüft der Zielserver die IP unseres Servers über ORDB ab. ORDB antwortet nun sinngemäß mit “Ja, die Absender-IP steht auf unserer Blacklist. Grund: ORDB wurde abgeschaltet - hört endlich auf das zu nutzen!”. (im Original ist das etwas nüchterner: “ordb.org was shut down on December 18, 2006. Please remove from your mailserver.”).

In unserem Mailserverlog finden sich inzwischen mehrere solcher Meldungen - alles von vernachlässigten Mailservern.
Langsam fällt den entsprechenden Administratoren auf, daß komischerweise keine Mails mehr ankommen…

Hoppla…

Dienstag, 25. März 2008, 13:38

kurze Korrektur: es sind “nur” ~4 Trillionen Adressen derzeit gerouted; der uns bereitgestellte Adressraum (/48) hat 1.208.925.819.614.629.174.706.176 Adressen (also rund 1,2 Quadrillionen). :shock:
Reicht also gerade so, um jedem Kunden seine eigene Adresse zu geben… 8-)

18.446.744.073.709.551.616 IP-Adressen

Dienstag, 25. März 2008, 13:29

Ja, richtig gelesen - über 18 Trillionen IP-Adressen. Das sollte vorerst reichen. :-)

Heute wurde das kürzlich beantragte IPv6-Netz aufgeschalten, mit dem in den nächsten Wochen fleißig herumgetestet wird. Wohin nun aber mit den ganzen Adressen? ;-)

Neuer Spam-Rekord

Dienstag, 25. März 2008, 12:06

Schon irgendwie traurig…

Spam-Statistik

Die blaue Linie beschreibt alle abgelehnten Mails (inklusive Greylisting), die verschwindend kleine grüne Linie die akzeptierten Mails. Derzeit wird von 330 Mails nur eine durchgelassen, was einer Spam-Quote von 99,7% entspricht!

Um das irgendwie mit Humor zu nehmen verweise ich an dieser Stelle auf einen Sketch von Monty Python’s Flying Circus: Spam. :-)

Zahlungsunwillig?

Freitag, 21. März 2008, 12:15

Ich kann mir nicht helfen, irgendwie sieht das nach akuter Zahlungsunwilligkeit aus.

Einer unserer Kunden ist ein großer IT-Dienstleister, der ausgerechnet mit dem Slogan “Business Flexibility” wirbt. Die vorletzte Rechnung kam über zwei Monate nach Rechnungstellung an uns zurück, mit dem Vermerk das sich der Vertragspartner (und daher die Rechnungsanschrift) geändert haben und wir diese korrigieren mögen.

Nun haben die aber den Vogel abgeschossen: die letzte Rechnung kam auch wieder zurück; diesmal mit dem Vermerk, daß die von uns auf der Rechnung angegebene Bestellnummer (mit der die intern die Rechnung der jeweiligen Kostenstelle zuordnen können) ungültig sei. Wir mögen doch die Rechnung erneut mit einer korrekten Bestellnummer zusenden. Als Basisdatum für das Zahlungsziel gelte wieder die erneute vollständige Vorlage der neuen Rechnung.

Zum einen stößt mir diese Arroganz ziemlich auf, zum anderen soll es doch nicht unser Problem sein deren Kostenstellennummern herauszusuchen!?

Die Strategie steht jedenfalls fest: mit den eigenen Waffen zurückschlagen. “Aufgrund der gestiegenen Verwaltungskosten[…] sehen wir uns gezwungen […] die Preise zum ##.## um ##% zu erhöhen […]. Bei Zahlung innerhalb von 10 Werktagen räumen wir Ihnen ##% Skonto ein.”
Oder wäre das unverschämt?