Donnerstag, 13. September 2007, 21:18
Seit einigen Wochen finden wir auf unserem Geschäftskonto Lastschriften eines berüchtigten Usenet-Anbieters (die übliche Limited-Gesellschaft hinter 0700-Rufnummern…). Mit einem Klick gehen die Lastschriften wieder zurück, aber dennoch verursacht uns das Ärger und Kosten (alleine durch Buchungsgebühren und Personalaufwand).
Also habe ich den Verein gestern ein weiteres mal angeschrieben, und da meine erste Anfrage dort unbeantwortet blieb wurde ich im Ton etwas deutlicher.
Heute traf die Antwort ein:
Sie schreiben, dass Sie Ihren ###-Vertrag nicht selbst abgeschlossen haben.
Wir können in diesem Fall erst weitere Schritte in Betracht ziehen, wenn uns eine Anzeige vorliegt, die Sie bei Ihrer zuständigen Polizeidienststelle erstatten können. Bitte kontaktieren Sie daher Ihre örtliche Polizei und erstatten Sie dort Anzeige gegen Unbekannt wegen Datenmissbrauch.
Warum soll ICH denn Anzeige erstatten? Ich habe die darum gebeten, unsere Bankverbindung auf eine Blacklist zu setzen um zukünftige Abbuchungen zu unterbinden. Offenbar gibt es dort intern ohnehin nicht die geringsten Schutzmechanismen, sonst wäre keine mehrfache Abbuchung vom gleichen Konto durch verschiedene Benutzer möglich (und erst recht nicht nach mehreren Rücklastschriften).
Sollten noch weitere Abbuchungen von denen eintreffen, werde ich mir aber überlegen gegen das betroffene Unternehmen Anzeige zu erstatten…
Eigentlich sollte es Sache des Anbieters sein, bei einem gemeldeten Mißbrauch Anzeige gegen den Nutzer zu erstatten (schließlich liegen denen ja ohnehin die Benutzerdaten vor)…
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Mittwoch, 12. September 2007, 14:16
Heute früh:
Anruferin: “Guten Tag, wer ist denn bei Ihnen im Hause für Personalleasing zuständig?”
Ich: “Niemand.”
Anruferin [hat mit dieser Antwort offenbar nicht gerechnet
] “Oh…” [kurze Pause] “Darf ich Ihnen dann kurz unser Unternehmen vorstellen?”
Ich: “Tut mir leid, wir haben weder Bedarf noch Interesse…”
Die Anruferin hat sich dann noch brav verabschieden und mir einen schönen Tag gewünscht.
Heute Mittag:
Anrufer (leicht hessischer Dialekt, schlechte Verbindungsqualität): “Hallo, mein Name ist […] von der […] - wer ist denn bei Ihnen im Hause für Bürostühle zuständig?”
Ich (hatte das Wort “Bürostühle” kaum verstanden und war mir nicht sicher ob der das ernst meint): “Bitte - zuständig für WAS?”
Anrufer: “Für Bürostühle.”
Ich: “Wir brauchen keine Bürostühle - wir arbeiten zum Glück schon im Sitzen”.
Anrufer: “Ich will Ihnen auch gar keine Bürostühle verkaufen - wir entwickeln diese nämlich.”
Ich: (leicht verwirrt) “Wir verkaufen leider auch keine Bürostühle.”
Anrufer: “Darf ich Ihnen dennoch kostenlos […(kaum verstanden)…]”
Ich: “Nein - ich würde nun lieber weiterarbeiten…”
Anrufer: “OK, auf Wiederhören…”
Fehlt nur noch ein Angebot für Wasserspender oder Tonerkassetten…
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Samstag, 8. September 2007, 12:45
Zum heutigen EM-Qualifikationsspiel Deutschland - Wales sei auf den offiziell längsten aus einem Wort bestehenden Domainnamen der Welt hingewiesen: www.Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.co.uk.
Es handelt sich dabei um den Namen eines kleinen walisischen Dorfes, der zugegebenermaßen zu Marketingzwecken erfunden wurde. Ein paar Infos dazu finden sich bei Wikipedia.
Viel Spaß beim Aussprechen!
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Donnerstag, 30. August 2007, 14:14
Die technischen Anforderungen bei der DENIC sind enorm groß - keine Frage. Dennoch finde ich es langsam nervig, daß diese inzwischen schon wöchentlich Wartungsarbeiten an den Produktivsystemen haben - und zwar nicht nachts, sondern tagsüber.
Was nun den Vogel abschießt ist die Ankündigung einer großen Wartung und Umzug in ein anderes Rechenzentrum, was den Ausfall quasi aller DENIC-Dienste (außer den .de-Root-Nameservern
) mit sich bringt. Nein, nicht in einer Nacht von Samstag auf Sonntag um 03:00 (wie das jeder verantwortungsvolle Admin versucht), sondern an einem Dienstag von 10:00-16:00. Kein WhoIs, keine Domainregistrierungen, keine Updates, kein Transit, - einfach NICHTS geht dann.
Kein Wunder, daß man denen die .net-Zone nicht auch noch anvertrauen wollte…
(Dieser Artikel entstand in meiner unbekümmerten Sicht als Nicht-DENIC-Mitglied. Sollte es ernsthafte Gründe für diesen unglücklichen Zeitpunkt geben, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren…)
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Mittwoch, 29. August 2007, 21:47
Heute früh hatte ich eine aller aller aller erste Pre-Alpha-Vorab-Demo-Test-Version unserer neuen Web-basierten Verwaltungssoftware einem Interessenten zugesendet. Der Kontakt zu ihm hat sich übrigens über den Businessplan-Wettbewerb ergeben.
Die Vorbereitung dieser kleinen Demo hat ein bisschen mehr Aufwand mit sich gebracht als ursprünglich erwartet - schließlich sollte alles perfekt laufen. Entsprechend gespannt habe ich dann auf die Reaktion des Interessenten gewartet.
Die kam heute Nachmittag per E-Mail:
Very nice …
Installiert ganz schwubs und ist sofort ansprechbar … das wäre was für uns!
Schön…
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Donnerstag, 23. August 2007, 16:02
Ein weiteres Beispiel für das absolut kranke Patentsystem der USA wurde heute im Heise-Newsticker erwähnt: Subdomains.
Der zuständige Patentprüfer gehört eigentlich nach alter amerikanischer Tradition geteert und gefedert.
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Freitag, 10. August 2007, 17:25
Ich hasse Cold Calls. Soweit nichts Neues.
Aber eben hatte ich den ersten Cold Call von einer Anrufmaschine (wahrscheinlich war das einfach nur “Glück”, daß ich bisher immer echte Menschen am Telefon hatte…
)
Jedenfalls rief mich ein “Rüdiger” von einem “Lotto Jackpot Info Service” an. Wenn ich die “5″ drücke, werde ich zukünftig sofort bei Gewinnchancen über 5000 Euro benachrichtigt - oder so ähnlich…
Jedenfalls hab ich mal die 5 gedrückt und freue mich schon auf den armen Callcenter-Agent, der dann wohl demnächst anrufen dürfte…
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Montag, 6. August 2007, 14:25
Ich habe einen weiteren Grund gefunden, Software nicht in den USA zu vermarkten: US-Patent 6385726: “Software License Protection via Cryptography”. Zugeteilt wurde es am 07. Mai 2002, beantragt immerhin schon am 20. März 1997 durch Fujitsu. Keine leichte Lektüre (wie Patentschriften es nunmal sind), aber mal wieder ein wunderschönes Beispiel für die Patentierung von reinen Prozessen.
Ohne einen eigenen dicken Patent-Pool macht es in meinen Augen keinen Sinn, in den USA innovative Software zu vermarkten, weil es zig Trivialpatente gibt gegen welche man (meist unwissentlich) verstößt…
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