Dienstag, 17. Oktober 2006, 13:39
Im Moment ist das Spam-Aufkommen wirklich extrem hoch. Über 90% (!) aller Mails bzw. -Versuche werden geblockt. Und von dem Rest wird vermutlich auch über die Hälfte noch Spam sein (lässt sich aus den SpamAssassin-Punkten folgern).
Langsam wird’s wirklich Zeit für eine neue Technologie zur asynchronen Kommunikation. Zwar lässt sich der eintreffende Spam recht gut reduzieren (Filter, Graylisting, usw.), aber dennoch erzeugt dieser absolut unnütze Müll eine zusätzliche Last auf den Mailservern sowie nicht unerheblichen Traffic.
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Montag, 16. Oktober 2006, 12:37
Letzten Mittwoch war mal wieder Premiere - und zwar im doppelten Sinne. Ein auf Premiere empfangbarer Fernsehsender veranstaltete nach einer Sendung einen Live-Chat mit dem Star-Gast (in diesem Fall einer Schlagersängerin). Ganz kurzfristig hatten die Veranstalter nach einem neuen Hoster für die Chat-Anwendungen gesucht, und sind per Empfehlungen bei uns gelandet.
Die Installation und Betrieb der Chat-Software liefen reibungslos, daher werden die nächsten Chat-Events voraussichtlich auch wieder bei uns laufen.
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Sonntag, 15. Oktober 2006, 10:54
Ebenso einen Guten Morgen!
Selbstständig eben. Den Vormittag über programmiere ich noch gemütlich (da habe ich einfach viel Ruhe und kann mich konzentrieren), bis am Nachmittag dann das “Social Program” startet.
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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 15:35
Scheinbar wurde die Klimaanlagen-Steuerung an einem von uns nur für Backup-Zwecke genutzten Standort nun repariert/optimiert/o.ä.
Auffällig ist jedenfalls der nun relativ glatte Graph der Temperatursensoren (zum Vergleich: die links markierten Schwankungen)

Ich gehe davon aus, das sich der betroffene Server freuen wird.
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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 15:18
Irgendwie bin ich heute noch gar nicht so richtig zu meinem Mittags-Cappucino gekommen. Zuerst gab es am späten Mittag einige Routingprobleme in diversen Stellen des Internets. Das ist insofern ärgerlich, als das weder unsere Kunden noch wir irgendetwas machen können - man muss einfach hoffen und warten, bis die Probleme andererorts beseitigt werden (beispielsweise gab es scheinbar Probleme an einem Übergabepunkt zwischen KPN und DTAG sowie das andere mal innerhalb Lambdanets). In dem Fall hilft es lediglich, das Problem möglichst genau zu lokalisieren, im Rechenzentrum anzurufen und dort die Techniker den Fehler über die Backbonebetreiber hocheskalieren zu lassen.
Nun wollte ich mich eigentlich jetzt mit einem Café Latte für ein paar Minuten raus in die letzten Sonnenstrahlen setzen - aber ausgerechnet jetzt muss die Müllabfuhr hier ihre große Tour drehen…
Vielleicht klappt’s in einer halben Stunde…
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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 13:02
Ich hatte eben ein nettes Telefonat mit einer Kundin, die mal das eine oder andere Content Management System ausprobieren möchte.
Dabei fiel mir wieder ein, dass es eine Adresse im Internet gibt, unter der jeder als Admin in den verschiedensten CMS “herumspielen” kann; alle zwei Stunden wird dann wieder alles zurückgesetzt. Man kann also nichts kaputt machen.
Die URL lautet: http://www.opensourcecms.com/
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Dienstag, 10. Oktober 2006, 10:36
So langsam geht mir die exzessive Toner-Überwerbung gewaltig auf den Senkel. Vor allem, wenn es sich um “Cold Calls” handelt. Glauben die denn alle, dass wir hier däumchendrehend vor leeren Druckern sitzen und nur darauf warten, dass uns endlich jemand neue Tonerkartuschen verkauft?
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Sonntag, 8. Oktober 2006, 23:47
Im Sommer hat nicht weit von meiner Wohnung eine neue Eisdiele (bzw. “nur” Straßenverkauf) eröffnet. Man hat nie Werbung von denen gesehen - keine Flyer, nix. Auch wenn mir der arme Eisverkäufer anfangs noch leid getan hat, weil er bei Wind und Wetter alleine draußen stand, hat sich nach wenigen Wochen doch eine beachtliche Kundschaft eingestellt, so das immer was los war.
Seit einigen Wochen wird nun dezent auf “Holzofen-Pizza” hingewiesen. Es gibt weder Flyer noch Preislisten zum mitnehmen. Trotzdem haben wir (BessereHälfteâ„¢ und ich) gestern Abend mal vorbeigeschaut, um uns für einen gemütlichen DVD-Abend mit Pizza einzudecken. Und das was ich erlebt habe, ist einen Blogeintrag wert.
Die “Pizzeria” besteht aus einem großen Raum (ein halb umgebauter, ehemaliger Speiseraum einer alten Gaststätte), in dessen einer Ecke ein riesiger Steinofen steht. Hinter der rustikalen und schlicht dekorierten Zubereitungs-Theke wuselten ein kleiner italienischer Pizzabäcker sowie (so vermute ich) die zwei Inhaber her.
Wir bestellten also zwei Pizzen und ein Knoblauchbrot. Die Bestellung wechselte etwa drei bis fünf mal zwischen diesen drei Personen auf deutsch, halb-italienisch und italienisch hin und her, bis alle Beteiligten Bescheid wussten. Wir zahlten, und warteten die wenigen Minuten auf die Fertigstellung der Pizzen. Kurz danach kamen zwei andere Leute herein:
Kunden: “Wir wollen die acht Pizzen abholen.”
Inhaber 1: “ACHT Pizzen? Das kann nicht bei uns sein.”
Kunden: “Haben wir aber vorhin bestellt… per Telefon…”
Pizzabäcker: “Kann nisch sein… habe nix Bestellung von acht Pizze”.
Inhaber 1: “Ihr habt die wahrscheinlich beim ### bestellt, der ist ein Stück weiter oben diese Straße.”
Kunden: “Hmm - keine Ahnung… kann schon sein…”
Inhaber 1: “Wir hätten uns aber über eine Bestellung von acht Pizzen wirklich sehr gefreut.”
Kunden: “Na dann lassen wir die Pizzen dort einfach sein, und bestellen hier neue.”
Pizzabäcker: “Nooo… sowas kann man nisch maken… die armen Pizze…”
Inhaber 1: “Ne - besser nicht…”
Kunden: “Hmm - habt Ihr einen Flyer oder sowas? Für’s nächste mal?”
(Inhaber 1 gibt ihnen eine der drei in Plastikfolien steckenden Preislisten)
Kunden: “Prima - dann schauen wir nächstes mal hier vorbei!”
Inhaber 1: “Gerne - danke & Ciao!”
Die Leute verließen die Pizzeria (nachdem ihnen der Inhaber noch kurz erklärt hat wo die andere Pizzeria ist) und meinte dann zu uns, dass die Leute die Bestellung dort sicherlich bereuen würden. Es ist eben ein Unterschied, ob eine Pizza in einem richtigen Steinofen oder “nur” so einem Gasto-Hochofen-Dings gebacken wird (was ich übrigens nur bestätigen kann). Unsere in diesem Moment fertig gewordenen Pizzen wurden schon in Kartons gebettet, während Inhaber_2 seufzte und meinte, dass ihm das alleine schon weh tut wenn die gute Pizza in so einem Karton landet (bekanntlich wird der Boden unmittelbar danach wieder weich).
Um auf die Leute mit den acht Pizzen zurückzukommen schlug ich vor, irgendwie Flyer zu drucken oder eine kleine Website mit Preisliste und Telefonnummer einzurichten. Aber genau das wies Inhaber_2 deutlich zurück: “Wir kämen nicht mehr mit den Pizzen hinterher! Im Moment kommt die Kundschaft ausschließlich über Mundpropaganda. Würden wir mehr Pizzen in der gleichen Zeit herstellen (müssen), würden wir uns auch nicht mehr von der Pizzeria nebenan unterscheiden. Wir könnten dann auch keine Sachen wie das mit dem Kaminzimmer realisieren.” Kaminzimmer? “Ja, nebenan bauen wir einen offenen Kamin mit ein paar Ledersesseln und kleinen Tischen - da können die Leute dann das Warten auf die Pizza versüßen”. Eine große italienische Espressomaschine steht übrigens auch schon bereit…
Ich finde das einfach nur genial. Man sieht die Leidenschaft in den Augen funkeln - Qualität statt Masse.
Das Ganze erinnert mich nicht zuletzt auch an Keppler-IT.
Wir setzen auch auf Qualität statt Masse (gerade manche Kunden mit “Spezialanforderungen” wissen wovon ich rede) und leben ausschließlich von persönlichen Weiterempfehlungen. Und ich habe auch schon die nächsten Ideen - wie das “Kaminzimmer” - in Vorbereitung.
Und eines ist sicher: ab sofort werde ich jede Pizza dort holen (möglicherweise auch häufiger als bisher), und freue mich jetzt schon auf einen Espresso oder Café Coretto am knispernden Kaminfeuer…
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