Sonntag, 8. Oktober 2006, 11:31
Wie versprochen kommt hier noch der Nachtrag zum Urlaub und der vorletzten Woche…
Ein Kunde hatte einen gemanagted dedizierten Server bei uns bestellt. Allerdings wollte die Hardware nicht kommen… “normal” sind Lieferzeiten von wenigen Tagen, aber als nach über eineinhalb Wochen noch nichts kam, klärte ein kurzes Telefonat das es derzeit wohl einen Engpass bei bestimmten Tyan-Mainboards gibt. Statt dem Tyan-Board wurde uns aber dann kurzfristig ein Server mit einem vergleichbaren Asus-Server-Mainboard versprochen. Und der Server kam ausgerechnet am Freitag gegen 18:30.
Also mal eben schnell das Paket kontrolliert, dann ab damit ins Auto uns ins Rechenzentrum gefahren. In dem Moment als ich die Autotür öffnete und aussteigen wollte, kam eine SMS vom Nagios. Noch während ich die SMS las, sah ich durch die Glasfenster bereits drei Techniker vom Rechenzentrum aufspringen und losrennen. Die SMS lautete sinngemäß auch “kann keine Server in Nürnberg erreichen”.
Die Lage stellte sich als Software-Problem bei den zentralen Routern heraus, und konnte auch nach wenigen Minuten beseitigt werden (da lohnt es sich eben, dass 24/7 Personal vor Ort ist). Dennoch ärgerlich.
Währenddessen habe ich den Server aufgebaut, angeschlossen, unsere automatisierte Debian-Installation angeworfen, und eine knappe halbe Stunde nach dem Check-In war alles fertig. Also nach Hause gefahren, per SSH die Systemkonfiguration abgeschlossen und anschließend meine Urlaubssachen gepackt.
Der Urlaub war trotz kleineren Staus bei der Anfahrt und einem sehr knappen Timing zur letzten Seilbahnfahrt des Tages schön erholsam. Mit einem Bekannten bin ich “durch Latschen gelatscht“, um einen Weg zu einer recht abgelegenen Eishöhle zu erkunden. Dieser führt abseits der großen Wanderwege an ein paar Steilhängen entlang über zwei aufgelassene Almen. Wirklich eine nette Tour.

Die tiefstehende Wolkendecke “überredete” uns aber recht zeitig zu einer Umkehr.
Die restlichen Tage verbrachte ich in der Hütte mit Fensterstreichen (ja, das muss auch mal sein…), ein klein wenig Internet-SurfenRecherche (GPRS und GPRS-Roaming-Flat machen’s möglich) und vor allem auch damit, in wirklich abgeschiedener Ruhe einige konzeptuelle Ideen zu unserer neuen Admin-Oberfläche zu sortieren.
*seufz* wenn Urlaub halt nicht immer so kurz wäre…
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Sonntag, 8. Oktober 2006, 10:54
Kürzlich im Support:
Kunde: “Dann kann ich das Internet jetzt zumachen?”
Keppler-IT: “Um Gottes Willen - NEIN! Bloß nicht! Das würde weltweit zu einem ziemlichen Chaos führen!”
Kunde: “OK, … den Browser zumachen?”
Keppler-IT: “Darauf könnten wir uns einlassen.”
;-)
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Samstag, 7. Oktober 2006, 17:46
Heute ist in Deutschland großer Lotto-Jackpot-Tag. Mir ist die Unwahrscheinlichkeit eines “Sechsers mit Superzahl” durchaus bewusst - trotzdem hat’s irgendwie in den Fingern gekribbelt. Aber das Ausfüllen eines Tippscheins habe ich lieber einem meiner Server überlassen: perl -e “print int(rand(49)+1).\”\n\”;” liefert eine Zufallszahl zwischen 1 und 49.
Sollte dieser Computer den Jackpot abräumen, lasse ich ihn vergolden und setze ein Foto davon ins Blog.
PS: Die Online-Lotto-Anbieter haben im Moment offenbar ein massives Überlastungsproblem. Selbst Spielbelege von 14:00 konnten noch immer nicht weiterverarbeitet werden - eine Teilnahme kann nicht garantiert werden!
Nachtrag: der Server wird nicht vergoldet.
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Freitag, 6. Oktober 2006, 17:40
Kaum ist man aus dem “Urlaub” zurück (den habe ich auf einer Berghütte mit Fensterlackieren, GPRS-Konfiguriererei und aber auch einer kleinen Wanderung zu verfallenen Almen verbracht), schon geht’s wieder stressig weiter.
Aber zum Wochenende kam noch eine sehr interessante Anfrage herein. Wenn das alles so läuft wie geplant, geht am kommenden Mittwoch ein nettes Projekt an den Start.
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Freitag, 6. Oktober 2006, 12:15
… und dann war da noch der Webspace-Kunde, der von seinen 500 MB Webspace über 5 GB belegt hat.
OK, es war vereinbart das die Begrenzung (Quota) in diesem Falle aufgehoben wird, und außerdem zieht der Kunde soeben auf einen dedizierten (gemanagten) Server bei uns um.
Aufgefallen ist mir diese doch etwas höhere Überschreitung auch erst, weil rsync zum Spiegeln der Daten auf den neuen Server so lange dauert…
Nachtrag: rsync ist durchgelaufen - es waren sogar über 8 GB
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Samstag, 30. September 2006, 01:49
Details berichte ich Ende nächster Woche im Blog.
Bis Mittwoch bin ich erstmal auf einer kleinen Expedition im Ausland
(manche bezeichnen sowas auch als “Urlaub”).
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Freitag, 29. September 2006, 16:52
Soeben hat es hier laut geknallt. Der Transfer einer .org-Domain hat die Schallmauer durchbrochen.
Innerhalb von 10 Minuten (!) war die Domain umgezogen. Das ging zum einen nur, weil es sich um einen Registrar-internen Transfer handelte (also ohne die obligatorische Fünf-Tage-ICANN-IRTP-Gedenkpause), zum anderen weil der bisherige Provider auch für einen sehr guten Service bekannt ist und eben flott reagiert hat.
Ich hoffe nun mal, dass der Kunde nicht damit gerechnet hat noch fünf Tage mehr Zeit zu haben…
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Donnerstag, 28. September 2006, 23:36
Ein Anrufer bat um Rückruf durch die Buchhaltung, es ginge um eine Rechnung.
Nun, statt Fragen zur Rechnung begann er sinngemäß mit “Sorry, ich habe gar keine Fragen zu der Rechnung… Ich muss da eher die Hosen herunterlassen - die Rechnung ist erst heute in unsere Buchhaltung gekommen und wird dort wohl noch mindestens zwei Wochen verbringen”
Es ging dabei um ein Hostingpaket eines Großkonzern-Unternehmens - da haben Rechnungen nunmal längere Wege. Ich bin das ja gewohnt - im Gegenteil, eine wirklich miese Zahlungsmoral haben meiner Erfahrung nach die öffentlichen Einrichtungen. Die Rechnung war auch “erst” vom 01.09., mit der Mahnung hätten wir in dem Fall schon noch etwas gewartet (war ja auch nicht die erste Rechnung an die). Aber fand ich den Anruf sehr sympatisch.
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